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OL-Game 6: Blizzards vs. "Wikinger"

…Blizzards können überzeugen – aber nicht über 60 Minuten
Die Blizzards waren im Ostseeliga-Auftakt des Jahres 2015 wirklich gut drauf, konnten aber lediglich im Mittelabschnitt auf Augenhöhe spielen. In Drittel 1 und 3 standen wir dem Meister auf den Füßen, trotzdem kamen sie zu ihren Treffern. Endstand 3:7 (0:3;3:3;0:1).

Beginne ich mal mit einem kleinen “Saison-Fazit”. Es zeichnet sich “step by step” immer mehr die Handschrift unseres Spielertrainers, Manuel Grossrubatscher #3, in unserem Spiel ab. Sicher, unterm Strich gelang uns bis dato kein “Dreier” gegen einen der Meisterschaftsaspiranten, dennoch konnten wir in allen Spielen überzeugen und waren z.B. gegen die “Wölfe” beide Male an einer Überraschung dran. Die Ausnahme war unser Saisonauftakt (0:9 gegen die “Kodiaks”), aber dort standen wir auch erst ein Mal auf dem Eis. Manu #3 ist für uns schon ein Glücksfall und das wissen wir auch zu schätzen. Er spielt sauberes aber manchmal hartes Eishockey und will damit niemandem schaden, sondern viel mehr, sorry, das “Pussyhockey” aus uns raus bekommen, damit der Gegner uns nicht wie im Training umläuft.

Kommen wir nun aber zum Spiel 6 der NB-Blizzards in der diesjährigen Ostseeliga-Saison. Gegner waren erneut die “Wikinger” aus Klink, die zwar alle Mann an Bord hatten aber ihren “Starspieler”, der uns im Hinspiel das Leben schwer machte, zu Hause ließen. Respekt. Dennoch war es eine Truppe, die uns in den Vorjahren gerne auch mal zweistellig abservierte. In Drittel 1 konnten wir sie von Beginn an gut stören und ihren Spielaufbau durcheinander bringen. Der Klinker Führungstreffer (6. Minute) fiel in doppelter Überzahl, nachdem Robert Benthin #8 eine “tanzende” Scheibe über die Bande spielte und Manuel #3 nur 20 Sekunden später ebenfalls auf die Bank musste. Mitte des ersten Drittels erwischten wir ganz unglückliche 8 Sekunden. Zwei unnötige, wie katastrophale Fehler brachten uns leider mit 0:3 in Rückstand. Nach dem 0:2 gewannen wir das Bully, hatten die Scheibe, die unser sonst sehr stark spielender Verteidiger vertändelte und die Klinker wenig Mühe hatten, dieses Geschenk ein zu netzen. Kopf hoch #…, passiert. Egal. So ging es in die erste Pause.

Nach klaren und aufmunternden Worten des Trainers, ging es mit einem “0:0″ in den Mittelabschnitt. Erneut konnten wir durch Kampf gut verteidigen und uns einige Einschussmöglichkeiten heraus spielen. Durch einen eigentlich harmlosen Schuss, den Blizzards-Goalie, Marcus Gloede #40, aber nicht sehen konnte, gerieten wir mit 0:4 in Rückstand. Nun brach unsere Zeit an. Unbeeindruckt konnten wir das Spiel zunehmend in das Klinker Drittel verlagern und kamen nach der Vorarbeit von Jonas Trubel #25 und dem Tor von Johannes Rüter #5 zum Anschlusstreffer. Eine Bankstrafe gegen die “Wikinger” brachte uns ins Powerplay, wo wir nur 4 Sekunden für das Tor benötigten. Ich konnte das Bully gewinnen, worauf Manuel #3 sich die Scheibe schnappte und von der blauen Linie abzog. Ich konnte die Scheibe entscheidend abfälschen und mich auch endlich mal über ein Tor freuen. 2:4. Eine “Behinderung” brachte einen weiteren Klinker Spieler in die Kühlbox. Robert Benthin #8 passt zur mir, ich wiederrum zu Christian “Buschi” Heilemann, Tor, 3:4 (34. Minute). Nun zogen die “Wikinger” ihre Auszeit, um sich etwas Luft zu verschaffen und uns aus dem Rhythmus zu bringen. Dies klappte dann leider auch. Unsere Drangphase brachte zwar noch 2 große Konterchancen, die wir aber nicht zum Ausgleich nutzen konnten. Eine Unterzahlsituation der Blizzards brachte dann das 3:5 und ein weiterer Treffer gar das 3:6, womit wir dieses starke Drittel leider doch “nur” mit 3 zu 3 beenden konnten. Pause.

Jedoch brachte uns der Mittelabschnitt Auftrieb, denn wir merkten, dass wir dem Gegner auch Schwierigkeiten machen konnten, wenn wir sie doch nur früh genug stören. Leider konnten die “Wikinger” um ihre Spielmacher Kramarenko und Privalov zu oft Fahrt aufnehmen, wodurch es für uns ungleich schwerer wurde sie zu stoppen. Wir hatten nach wie vor Torchancen, allerdings waren es jetzt eben wieder die Klinker, die das Spiel beherrschten. Wir mussten also versuchen, unser Körperspiel etwas zu verschärfen, um sie eben so in den Griff zu bekommen und vor allem um zu zeigen, dass wir uns nicht so einfach den K.O. verpassen lassen wollen. Leider brachte dies auch sehr schnell einige Strafzeiten mit sich (auch auf Seiten der “Wikinger”). Wir mussten oft in Unterzahl oder eben bei 4 gegen 4 spielen, was für die schnellen Klinker auch ein Vorteil ist, da sie mehr Platz haben, ihre läuferischen Vorteile auszunutzen. So fiel in der 43. Minute (im Powerplay der Klinker) bereits der Treffer zum späteren Endstand von 3:7 aus Sicht der Blizzards. Einen aus unserer Sicht harten aber nicht unfairen Check setzte Manuel #3 in der 48. Minute, worauf ein “Wikinger” sich verletzte (da er den Kopf unten hatte) und die Schiedsrichter eine Matchstrafe wegen “Check gegen Kopf oder Nacken” für angemessen erachteten. Wir wünschen ihm natürlich gute Besserung und ich gebe mein Wort, dass dies keine böse Absicht oder ähnliches war. Nun mussten wir ein 5-minütiges Unterzahlspiel überstehen und schafften dies auch.

Fazit zum Ende: Wie bereits erwähnt, haben wir uns gut geschlagen und es dem Gegner in einem guten, relativ harten aber fairen Spiel lange schwer gemacht. Wir sind mit beiden Partien und den Resultaten eigentlich zufrieden, denn mehr kann man ohne gemeinsames Training und ohne Eishalle (in NB) gegen zum Teil sehr erfahrenen Spieler einfach nicht erwarten. Für Manuel #3 hoffe ich auf ein mildes Urteil, sodass er gegen den OSC im übernächsten Spiel wieder mit dabei sein kann. Gegen Rostock wird er, neben einigen anderen Spielern, definitiv nicht dabei sein können, was dieses Spiel in Rostock am Sonnabend, den 17.01.2015, für uns nochmal zu einer absoluten “Mammut-Aufgabe” werden lässt.

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