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OL-Game 1: "Wölfe" vs. NB-Blizzards

…90 “Horror-Sekunden” verderben Überraschung
Unterm Strich hat sich der Favorit durchgesetzt. So könnte das Fazit zum ersten Spiel der “Neubrandenburg-Blizzards” in der neuen Ostseeliga-Saison lauten. Die Malchower “Wölfe” waren am vergangenen Sonntag, den 08.11.2015, erneut für die Blizzards nicht zu bezwingen und gewinnen am Ende mit 7:4 (4:0;0:1;3:3). Jedoch, das kann man wohl so sagen, entschieden 90 Sekunden am Ende über Sieg und Niederlage, denn das waren eben jene, die uns 4 Gegentreffer bescherten. Doch fangen wir vorne an. Nachdem unsere #94, Richard Schulz, in diesem Jahr wieder in der Ostseeliga mitmischt und die Spielerpässe unserer beiden “Neu-Blizzards”, Marcel Dachner #72 und Maik Garling #91, rechtzeitig ankamen, gingen wir mit Respekt aber ohne Angst in die Partie. Zusätzliche Motivation verschafften uns die absolut respektablen Ergebnisse aus dem Vorjahr (4:6 & 3:6). Wir kamen gleich gut in das Spiel und hatten in der ersten Minute bereits zwei gute Torchancen. Unsere Verteidigung, um Kapitän Manuel Grossrubatscher #3, stand sicher und versorgte die Stürmer mit guten und präzisen Pässen. Auch unser erstes Unterzahlspiel überstanden wir schadlos. Es gab gute Einschussmöglichkeiten auf beiden Seiten, doch die Goalies waren hellwach und ließen kaum Abpraller zu. Im Gehäuse der Blizzards stand mit Peter Zander ein “Wikinger”, nachdem unser Stammgoalie, Marcus Gloede #40, beruflich verhindert war, was sich definitiv nicht ändern ließ. Dies ermöglicht eine im Vorjahr getroffene Regelung, wonach (ausschließlich) Goalies aushelfen dürfen, wenn Not am Mann ist. Ich kann mir bis dato nicht erklären wie es dazu kommen konnte aber es folgten 89 Sekunden, in denen wir 4 !!! Gegentreffer hinnehmen mussten (Negativrekord :-( ). Wir hielten definitiv gut mit und dann fiel nach einer kleinen Unkonzentriertheit das 0:1 (Thomas Laatz), was ja kein Beinbruch ist. Die Köpfe hingen nur kurz, doch es reichte den “Wölfen” (Hannes Zimmermann), um direkt den zweiten Treffer innerhalb von 14 Sekunden nachzulegen. Wir verpassten es die Auszeit zu nehmen und waren völlig von der Rolle. Robin Kühn und Max Braun sagten danke und erhöhten auf 4:0. SCHOCK!!! So gingen wir nach einem eigentlich ordentlichen Drittel ziemlich frustriert in die Kabine. Es hieß sich 5 Minuten zu sammeln, die Fehler zu besprechen, sich neu zu motivieren und dann jagte uns unser Spielertrainer in den Mittelabschnitt.

Dieser sollte dann auch an die Blizzards gehen. In der 25. Spielminute war es dann soweit. Der erste Saisontreffer sollte endlich fallen. Unser neuer Verteidiger, Maik Garling #91, sah, dass ich, Martin #7, vor dem Goalie stand und schoss mir den Puck hart und platziert auf den Schläger, von wo aus er unhaltbar abgefälscht wurde. Es war absolut ausgeglichen, jedoch verpassten wir es, dichter an die “Wölfe” heran zu kommen. Zwei weitere Powerplays konnten die Malchower, um Kapitän Robin Kühn, nicht nutzen und sogar von Glück reden, als Marcel Dachner #72 in Unterzahl nur die Latte traf. So ging dieses Drittel zwar an uns, jedoch galt es noch irgendwie 3 Treffer aufzuholen. Letzte Pause.

Die zahlreichen Zuschauer bekamen bis dato ein schnelles und relativ faires Spiel zu sehen, was sich im Schlussabschnitt leider ändern sollte. Die “Wölfe” gingen aufgrund ihrer ersten Strafe (40. Minute!!!) in Unterzahl in den Schlussabschnitt. Dies mussten wir nutzen und nach nur 26 Sekunden konnte ich auf 2:4 aus unserer Sicht verkürzen. Sollte doch noch etwas gehen ?? Ein weiteres Überzahlspiel (48. Minute) nutzten die “Wölfe” vorerst nicht. Doch sie befanden sich noch in der Powerplay-Aufstellung als unser fünfter Spieler zurück auf das Eis kam und dann klingelte es doch. 2:5. Wir gaben uns aber nicht auf und setzten trotz aller Vorsicht alles daran, den erneuten Anschluss zu packen. Dies gelang Maik #91 in der 55. Minute im Powerplay. 3:5. Für die Vorentscheidung sorgte einmal mehr Robin Kühn. Lediglich 30 Sekunden nach dem Anschlusstreffer stellte er den alten Abstand wieder her, was unsere zahlreich ausgelassen Chancen doppelt bitter schmecken ließ. Wir kämpften trotzdem weiter, wurden aber natürlich hinten anfällig, was gegen die schnellen Malchower gefährlich ist und so setzte es einen weiteren Gegentreffer durch Florian Dangschat. In der 58. Minute war die #12 der Blizzards, Christian Engel, nochmal zur Stelle und netzte einen Abpraller zum Endstand von 4:7 aus Blizzards-Sicht ein. Damit endete ein packender Schlussabschnitt mit 3:3 und zeigte erneut das wir doch mithalten können, jedoch gelang uns dies bisher nicht über 3 Drittel.

Nun bleibt am Ende festzuhalten, dass sich eben doch der Favorit durchgesetzt hat aber viel investieren musste. Wir Blizzards müssen unsere Chancen endlich einmal besser verwerten und zu unserer alten Disziplin zurück finden (PS: ich nehme mich da nicht aus), dann ist auch etwas Zählbares möglich. An dieser Stelle wünschen wir unserem “Verletzten”, Guido Illgen #68, gute Besserung und heißen Christian “Buschi” Heilemann #23 wieder herzlich Willkommen in Germany…

PS: Ein paar Bilder sind online, der Rest folgt diese Woche. Gruß, Martin #7