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Finaltag Ostseeliga 2015/2016: Finale

…neuer Meister mit Beigeschmack !?!?

Nachdem am Sonnabend, den 20.02.2016, das kleine Finale entschieden war, in dem der OSC Berlin den Neubrandenburg-Blizzards mit 3:10 unterlag, hieß es ab 18 Uhr: “Show-down”! Neuauflage des Finals der letzten Saison und DAS Derby unserer Region. Die “Eishockeygeschichte” der letzten Jahre, in der es schon oft kuriose Szenen gab, sollte an diesem Abend um ein Kapitel reicher werden.

Der amtierende Meister und verlust-punkt-freie Vorrundenprimus, die “Wikinger” aus Klink, wollten den Titel gegen den seit Jahren starken Rivalen, die “Wölfe” aus Malchow unbedingt verteidigen. Es war angerichtet. 300 Zuschauer, beide Mannschaften nahezu in Topbesetzung und gute Stimmung auf den Rängen.

Man befürchtete bereits im Vorfeld, aufgrund der Vielzahl an höherklassigen Spielern auf Seiten der “Wikinger”, ein mögliches Debakel aus “Wölfe-Sicht”. 54 Sekunden dauerte es, ehe der haushohe Favorit durch den ersten Treffer von Thomas Haupt in Führung ging. Doch die “Wölfe”, um Kapitän Robin Kühn, hielten bis zur 15. Minute gut mit und konnten weitere Gegentreffer verhindern. Sie verpassten es jedoch, selbst ihre Chancen zu nutzen. Dann war es erneut Thomas Haupt, der auf 2:o stellte (15. Minute), ehe Max Braun Sekunden darauf wieder verkürzen konnte. In der 18. Minute war es dann Christian Meinke, der das 3:1 für die “Wikinger” erzielte, was den ersten Pausenstand herstellte. Als einer der vier Schiedsrichter den Torschützen angab, gab es plötzlich die große Verwunderung. Das Drittel wurde vorerst zu Ende gespielt und in der 15-minütigen Pause wurden die beiden Mannschaftsleiter und das Kampfgericht zum Schiedsgericht berufen.

Dort gab es dann die große Ernüchterung. Der Torschütze zum 3:1 stand nicht auf dem Spielberichtsbogen und war somit nicht spielberechtigt. Die Wertung lässt in diesem Fall keinen Spielraum und somit stand das Endergebnis von 5:0 für die Malchower “Wölfe” und auch der neue Meister fest.

Da das Spiel trotzdem fortgesetzt wurde, obwohl es eigentlich schon entschieden war, berichte ich jetzt natürlich nicht weiter. Der “Endstand” auf der Anzeigetafel nach 60 gespielten Minuten zeigte ein 10:7 (3:1;5:1;2:5) für die “Wikinger” aus Klink. Wertung 0:5 für die “Wölfe” aus Malchow und somit sind sie Meister der Ostseeliga-Saison 2015/2016. Dazu gratulieren die Blizzards recht herzlich.

Ab hier schreiben wir “Blizzards” aus unserer Sicht und natürlich unparteiisch: Da es in dem Spielmodus dieser Saison eben nur dieses eine Finalspiel gab, ist es sicher sehr hart für die “Wikinger”, jedoch zollen wir großen Respekt, dass sie dieses Spiel bis zum Ende bestritten haben (es schien ja doch noch nicht zu 100% am grünen Tisch entschieden gewesen zu sein). Für unseren Sport ist dies sicher nicht gerade die ideale “Schlagzeile”, dass ein Finale so entschieden wird. Natürlich darf ein solcher Fehler nicht passieren und eine Beurteilung, bei wem der Fehler lag, steht uns Blizzards auch gar nicht zu. Jedoch sind beide Mannschaften (bzw. deren Leiter) vor dem Spiel und erst recht vor einem Finalspiel in der Pflicht, den Spielberichtsbogen sorgfältig zu prüfen, bevor eben dieser unterzeichnet wird und das Spiel beginnen kann. Die einzige Frage die sich uns stellt, müssen die Schiedsrichter vor einem jeden Spiel nicht die anwesende Spieleranzahl mit dem Bogen abgleichen ?? Nun werden sich manche auch sicher Fragen, hätte ein Spieler, der fast die gesamt Saison für ein Team spielt, nicht auch einfach in Abstimmung mit beiden Teams nachgetragen werden können ???

So geht die Saison leider mit einigen Fragezeichen auf dem Papier zu Ende und dies ist erneut nicht förderlich für unsere kleine Eishockeyfamilie in Mecklenburg/Vorpommern. Insbesondere hoffe ich, dass das ohnehin nicht unbedingt beste Verhältnis zwischen den beiden Finalisten noch mehr darunter leidet.

Sei es drum…

Für die Zukunft UNSERER Liga hoffe ich, dass WIR zusammen an einem Strang ziehen. Es wird wie gewohnt eine Nachbesprechung zur abgelaufenen Saison geben, wo ja nun sicher für genügend Gesprächsstoff gesorgt sein dürfte. Da erhoffe ich mir (persönlich) sachliche Gespräche und klare Linien für die kommenden Spielzeiten. So etwas darf sich natürlich NICHT wiederholen. Ich hoffe weiter auf eine gemeinsame Linie, was den Einsatz höherklassiger Spieler angeht. Das muss offen angesprochen werden, da sich sonst noch mehr “hobbyorientierte” Mannschaften zurück ziehen werden. Und wir brauchen ROSTOCK und STETTIN in unserer Liga und sollten uns Gedanken machen, wie man ihnen entgegen kommen kann.

Dies soll es kurz und knapp zum Finale der Ostseeliga-Saison 2015/2016 gewesen sein…

Danke an “Kalle” für die Ligenleitung und bis zum kommenden Sonntag, wenn der LEV-Pokal 2016 in die Malchower Eishalle lädt.

Gruß, Martin #7