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UEL Play-Down #3: "PR-Blizzards" vs Mammuts

…irres Finale beschert knappe Niederlage in der Serie

Deckel drauf auf die Spielzeit 2015/2016 für die “Prenzlau-Blizzards” in der Uckermark-Eishockey-Liga. Im alles entscheidenden dritten Spiel der “best-of-three” Serie unterlagen unsere Mannen mit 3:4 in, na klar, Overtime den “Eismammuts” aus der Uckermark. Nachdem die ersten beiden Vergleiche um den fünften Platz der UEL bereits in die Overtime gingen, sollte es tatsächlich wieder dazu kommen. Doch fangen wir vorne an.

Sonntag, 13.03.2016, 14 Uhr in der Eisarena Schwedt. Die Zuschauerränge waren gut gefüllt, denn die beiden Kontrahenten konnten ihre Fans für dieses wichtige Spiel mobilisieren. Es war also angerichtet und in unseren Reihen war zwar Silvio Dähn #77 wieder mit von der Partie, jedoch mussten wir den Ausfall von Thomas Meinschenck #44 verkraften, der in dieser Saison schon einige Male den Unterschied machte. Wir kamen gut in das Spiel und es sollte nur Sekunden dauern, ehe unsere #89, David Razny, zum 1:0 für die Blizzards abstauben konnte. Die “Eismammuts” zeigten sich nur kurz geschockt und hatten zunehmend mehr vom Spiel. Folgerichtig fiel in der 7. Minute dann der Ausgleich. Nun blieb der erste Spielabschnitt ausgeglichen, mit Chancen auf beiden Seiten aber ohne das ein Team zu viel Risiko gehen wollte. Die Goalies machten einen hervorragenden Job auf beiden Seiten und so blieb es beim 1:1 nach 20 gespielten Minuten.

Man merkte auch im Mitteldrittel, dass diese beiden Teams auf Augenhöhe sind und keiner wollte die Serie leichtfertig her schenken. Es war qualitativ kein gutes Spiel, was aufgrund der Bedeutung zu erwarten war, jedoch geprägt von Kampf und Leidenschaft. Mittig dieses Spielabschnittes konnten die “Eismammuts” eine Druckphase aufbauen und es lag ein Tor in der Luft. Die 30. Minute sollte es sein, ehe unsere #1, Andreas Brucha, zum zweiten Mal geschlagen war und die “Scheibe” aus dem Tor holen musste. Die letzten Minuten waren dann wieder die der Blizzards und den “Eismammuts” kam die zweite Pausensirene zu Gute. 1:2 aus unserer Sicht nach 40 gespielten Minuten. Noch waren 20 Minuten Zeit und unser Kapitän, Robert Benthin #8, stimmte unsere Jungs auf den Schlussabschnitt ein.

Es begann, das kuriose letzte Drittel. Die ersten Minuten plätscherten dahin und kein Team konnte ein Zeichen setzen. Es war eng und nach wie vor umkämpft. Die “Eismammuts” standen defensiv gut, waren trotzdem stets gefährlich und schnell beim umschalten in die Offensive. Die Angriffsbemühungen der Blizzards wirkten etwas überhastet, jedoch wussten die “Eismammuts”, dass ein Tor auf dem Kleinfeld schnell geschossen ist. Das Powerplay (48. Minute) ließen unsere Jungs leider ungenutzt aber es kam Minute 54. Dort war es dann endlich unser Kapitän selbst, Robert #8, der den viel umjubelten Ausgleich schoss. Ab jetzt wurde es turbulent, blieb aber stets unglaublich fair. Nur wenige Sekunden nach dem Ausgleich, gab es eine Bankstrafe gegen uns. Die “Eismammuts” waren effektiv in ihrem Powerplay und konnten in der 56. Minute erneut auf Führung stellen. 2:3 aus unserer Sicht und noch 4 Minuten auf der Uhr. So sparsam die beiden Teams bis dato mit Toren waren, dauerte es wieder nur Sekunden, ehe unser “Geburtstagskind”, Thomas Benthin #28 (alles Gute nochmal), sich selbst das schönste Geschenk bescherte und zum 3:3 einnetzen konnte. Nun agierten beide Mannschaften vorsichtig in der Offensive, denn ein weiterer Treffer würde wohl die Entscheidung bringen. So fiel kein Treffer mehr und es ging tatsächlich im dritten Spiel in die dritte Overtime. Das hat es in Schwedt in einer Serie noch nicht gegeben. 180 gespielte Minuten und ein “Endstand” von 17:17 (8:8 – 6:6 – 3:3). Jedes Team konnte ein Mal den “lucky punch” für sich verbuchen und nun sollte irgendwie dann das Glück entscheiden.

Also, dritte Overtime. Nochmal volle Konzentration und die letzten Kräfte mobilisieren, denn es spielen jeweils drei Feldspieler und dadurch wird das Spiel natürlich schneller. Das benötigte Quäntchen Glück, wurde schnell Pech, denn es gab eine erneute Bankstrafe gegen uns. Unglücksrabe war unser “Teamleiter”, Peter Jahn #33, der eben diese für “Beinstellen” bekam (unglücklich aber jeder ist für seinen Schläger selbst verantwortlich). Nun wurde es ganz ganz schwer mit 2 gegen 3. Die “Eismammuts” fanden schnell ihre Aufstellung um unser Tor und suchten die ideale Abschlussmöglichkeit. Doch Robert #8 konnte einen Pass abfangen und machte sich auf den Weg. Er konnte nur “unfair” gestoppt werden uns es gab den fälligen Penalty. Was für eine Spannung. Ich persönlich habe “Rob” das Ding zugetraut, da er sonst sehr sicher beim Penalty ist. Er wollte keinen “Move” probieren und sicher treffen, was leider nicht geklappt hat. Egal. Beim Penalty (dann auch noch in so einer Situation + Unterzahl) hat der ausführende Spieler viel mehr Druck als der Goalie. Es ging nun in Unterzahl weiter uns dauerte nicht lange, ehe der “Eismammut” Dydek im Nachschuss unseren bereits am Boden liegenden Goalie überwinden konnte und die Sache entschieden war.

Unsere “Prenzlau-Blizzards” waren natürlich enttäuscht, was aber nicht lange dauern sollte, denn diese Serie war Werbung für Eishockey in der Schwedter Eisarena und eigentlich hätten beide als Sieger vom Eis gehen müssen.

Wir gratulieren den “Eismammuts” zum 5. Platz und landen wieder mal auf Rang 6, jedoch mit unserer stärksten Saison in der Uckermark-Eishockey-Liga. Unterm Strich bleibt fest zu halten, dass die “Prenzlau-Blizzards” gut im Mittelfeld der Liga spielen und das ist für uns auch in Ordnung.

Ich bedanke mich bei “meinen” Spielern der “Prenzlau-Blizzards” für das geleistete Engagement über die ganze Saison und wünsche eine erfolgreiche Spielzeit 2016/2017…

PS: Im Namen aller Fans ebenfalls ein dickes Danke für diese Serie – mehr ging an Spannung nicht ! Die Bilder vom letzten Spiel sind online…

Line-up “Prenzlau-Blizzards”:

Tor: Andreas Brucha #1

Verteidigung: Norbert Boldt #4, Robert Benthin #8,  Bernd Weber #10, Enrico Dumaschefski #74

Angriff: Thomas Benthin #28, Peter Jahn #33, Frank Müncheberg #55, Uwe Borkenhagen #61, Silvio Dähn #77, David Razny #89


Gruß, Martin #7